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Verletzungen bei einer Trennung verringern - 5 unerlässliche Regeln

Die Trennung von einem geliebten Menschen kann eine der schwierigsten und schmerzhaftesten Erfahrungen sein, die wir in unserem Leben durchmachen. Für unser Unterbewusstsein kommt es dem Tod dieses Menschen gleich, da ein Verlust eintritt, der erst einmal verarbeitet werden muss.


Deshalb empfehle ich immer einen respektvollen Umgang mit den Emotionen des Partners und bei allen guten Gründen, die Du selbst für eine Trennung hast, zu bedenken, dass Du Dir ganz sicher sein solltest, wenn Du diesen Schritt gehst. Eine Vorbereitung auf die Trennung ist daher unerlässlich. Sie sollte niemals aus einem Affekt oder spontan erfolgen. Darin liegt die größte Gefahr für Verletzungen bei Deinem Gegenüber.


Die Emotionen können hochkochen und es ist nicht ungewöhnlich, dass es Verletzungen und Konflikte gibt. Diese gänzlich zu vermeiden, ist nur mit einer zeitnahen Mediation möglich. Denn ein Dritter sieht immer mehr als die Beiden, die mitten in ihrem emotionalen Problem stehen. Doch bevor Du jetzt gleich Hilfe im Außen suchst, kannst Du selbst zumindest schon einmal die folgenden fünf unerlässlichen Regeln für eine Trennung beherzigen. Sie werden es Dir und Deinem Partner deutlich leichter machen, die Trennung gut zu überstehen.


5 Regeln für eine Trennung


1. Ehrlichkeit und Transparenz

Eine Trennung kann zu unzähligen Fragen und Unsicherheiten führen, und es ist wichtig, ehrlich und transparent zu sein. Insbesondere wenn der Partner die Trennung nicht erwartet hat, ist besondere Vorsicht geboten und sollte vorher genau überlegt werden, was Du sagen willst und wie Du es, aus Respekt gegenüber den Gefühlen Deines Partners, formulierst.


Wenn Du die Gründe für die Trennung aussprichst, kann dies dazu beitragen, die Unsicherheit zu verringern und unnötige Spekulationen zu vermeiden. Es kann aber auch genau zum Gegenteil führen wenn Du Dir selbst mit den Gründen unsicher bist oder etwas versuchst, zu verschweigen. Dies empfehle ich grundsätzlich zu vermeiden. Auch wenn Du einen Seitensprung hattest, ist es das Recht des Partners, darüber in Kenntnis gesetzt zu werden. Nicht zuletzt da so etwas immer irgendwann ans Licht kommt und es dann besonders unangenehm für alle Beteiligten werden kann.


So oder so bekommt Dein Partner im Moment der Trennung Informationen über sich und Dich, die er vorher nicht oder nur teilweise hatte. Daher gib ihm oder ihr Zeit, die vorgebrachten Gründe sacken zu lassen und ggfs. Fragen stellen zu dürfen. Hier ist es oft besser nach dem Aussprechen der Gründe, keine Rechtfertigungssätze hinterher zu schieben, sondern klar und präzise zu bleiben. Auch kann es helfen, zwischendurch entstehende Stille einfach da sein zu lassen anstatt sie mit Worten füllen zu wollen, die es Deinem Gegenüber nur schwerer machen, seine eigenen Emotionen und Gedanken zu verarbeiten.


2. Emotionale Unterstützung

Um emotionale Verletzungen zu verringern, kann es sehr hilfreich sein, vor der Trennung mit einer Vertrauensperson über die geplante Trennung zu sprechen. Denn so kannst Du das, was Du sagen willst, einmal mit einem Menschen üben, der nicht emotional betroffen ist. Natürlich ist es hier wichtig wirklich darauf zu achten, dass die Verbindung zwischen Deiner Vertrauensperson und Deinem Partner nicht eng ist. Am Besten jedoch ist immer professionelle Hilfe, da Du dabei ganz sicher sein kannst, das alles, was Du sagst, bei dem Berater oder Therapeuten bleibt. Zudem kann eine solche Person in der Zeit nach der Trennung hilfreich sein, um die eigenen emotionalen Prozesse, die in der Regel erst nach der Trennung richtig stattfinden, zu unterstützen.


3. Respektvolle Kommunikation

Eine respektvolle Kommunikation ist nicht nur während einer Beziehung das A und O, sondern auch und insbesondere während einer Trennung. Vermeide unbedingt Schuldzuweisungen und Angriffe auf den Ex-Partner, da dies zu unangenehmen Situationen führen kann. Außerdem kann dies zu Schwierigkeiten mit Freunden oder Familie führen, da viele Menschen sich dann einmischen, um einseitig jemanden schützen zu wollen.


Auch wenn Du der Meinung bist, das Dein Partner Dir weh getan hat, braucht es einen respektvollen Umgang miteinander. Um dies zu gewährleisten, kann es helfen, vor der Aussprache einer Trennung die eigene Sicht auch die Dinge mittels Hypnose und Coaching zu klären und dabei gleich auch emotionale Blockaden zu lösen. Das hilft, in der Trennungssituation die Klarheit und Fassung zu bewahren und die Kommunikation entsprechend positiv zu gestalten.


4. Gemeinsame Verantwortung

Viele Paare, die sich trennen, haben während der gemeinsamen Zeit nicht nur materielle Güter angeschafft, die wieder getrennt werden müssen. Bei vielen sind Kinder im Spiel, di einen besonderen Schutz benötigen. Es ist trotz aller Emotionalität, die eine Trennung mit sich bringen kann, enorm wichtig, klare Vereinbarung zu treffen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Wenn Du die Dinge mit Deinem Partner friedlich regeln kannst, ist dies der beste Weg, um weitere Verletzungen zu vermeiden, insbesondere für abhängige Kinder.


5. Kontaktsperre

Obwohl es verlockend sein mag, nach einer Trennung den Kontakt zu halten, kann dies zu unnötiger Spannung führen. Wenn Du mit Deinem Ex - Partner gemeinsame Kinder oder andere Verpflichtungen hast, ist es natürlich nötig, den Kontakt zu einem gewissen Maß aufrechtzuerhalten und respektvoll zu kommunizieren.

Wenn Du Dich jedoch in einer toxischen Beziehung befunden haben solltest, kann eine Kontaktsperre notwendig sein, um Deine emotionale Gesundheit zu schützen. Hier ist eine Konsultation eines Experten für toxische Beziehungen sehr hilfreich und anzuraten, da meist die eigene Kraft nicht reicht, um das Beziehungskonstrukt gänzlich selbst zu durchschauen. Zudem ist nach dem Erkennen, das man in einer toxischen Beziehung gelebt hat, eine emotionale Unterstützung unabdingbar, um die eigene Beziehungsfähigkeit nicht zu verlieren. Selbstliebe, Selbstwert und Selbstvertrauen können hier empfindlich angeschlagen sein und brauchen Deine Aufmerksamkeit.


Insgesamt ist eine Trennung nie einfach und kann sehr schmerzhaft sein. Auch ist es nicht immer möglich, emotionalen Schmerz gänzlich zu vermeiden. Jedoch ist es durchaus hilfreich, sich frühzeitig damit auseinander zu setzen, was eine Trennung bedeuten könnte und welche Konsequenzen daraus resultieren. Durch ehrliche und respektvolle Kommunikation, emotionale Unterstützung und eine gemeinsame Verantwortung können Sie jedoch dazu beitragen, dass die Verletzungen verringert werden. Dabei ist es unabdingbar, bei sich zu bleiben und die nötige Klarheit zu vermitteln.


Oft unterstütze ich Menschen darin, sich selbst klar zu werden ob es sich nur um eine überwindbare Problematik in der Beziehung handelt und eine Paarberatung am Ende der bessere Weg wäre als eine radikale Trennung. Doch auch wenn diese unvermeidbar ist, kann eine Begleitung durch diese schwere Zeit sehr hilfreich sein. Mittels Hypnose und /oder Coaching habe ich bereits zahlreichen Paaren geholfen, die Trennung ohne Rosenkrieg zu vollziehen.


Denn mein Credo ist: Ihr habt Euch in Liebe verbunden. Dann könnt ihr Euch auch in Liebe trennen.




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