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Ehe retten: wie innere Arbeit alles verändern kann

In Deutschland haben wir eine Scheidungsrate von rund 40 Prozent. Das ist enorm viel und zeigt deutlich auf, wie schwer es sich Paare heutzutage machen, langfristig zusammenzuhalten. Noch immer sind Untreue, zu wenige Gemeinsamkeiten und in manchen Fällen häusliche Gewalt die häufigsten Scheidungsgründe. In 56 % der Fälle reicht die Frau die Scheidung ein. Ich möchte heute nicht so sehr darüber sprechen, dass man die Kommunikation verbessern sollte oder sich aussprechen. Wenn du das hier liest, hast du wahrscheinlich den Wunsch, deine Ehe zu retten und bist mit deinem Latein eventuell bereits am Ende angelangt. Womöglich hast du schon viel versucht, um deinem Partner anders zu begegnen und bist verzweifelt, weil dieser sich immer mehr von dir entfernt. Die meisten Menschen haben schon sehr oft versucht, ihre Kommunikation zu verbessern und sind damit kläglich gescheitert. Viele Paare sind an einem Punkt, wo alles reden scheinbar nichts mehr hilft. In solchen Fällen geht es mir darum, die Partner darin zu unterstützen, ihre unterbewussten Sichtweisen oder Überzeugungen zu entdecken und sich dabei bewusst zu werden, in welcher Form man Altlasten mit in die Ehe gebracht und diese damit unbewusst selbst belastet haben könnte. Dies trägt zur emotionalen Heilung bei und öffnet sehr oft Türen, die bereits fest verschlossen schienen.


Wer sich selbst lieben kann und offen dafür ist, die eigenen Anteile zu erkennen, kann auch seine Ehe positiv führen.

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Am Anfang steht immer eine Entscheidung. Nur wer sich für die Rettung der Ehe entscheidet, hat die Chance, dies auch zu schaffen.


Innere Arbeit ist nicht nur bei Paaren geeignet, sondern kann sogar dann zur Anwendung kommen, wenn nur einer der beiden Partner aktiv mitarbeitet. Das macht diese Form des Paar-Coaching so besonders. Oft sind die Fronten zwischen den Partnern schon sehr verhärtet, dass vor allem die innere Arbeit helfen kann, den Blick vom Partner weg, hin zu sich selbst zu lenken. Denn im Grunde geht es nicht wirklich um ihn oder sie, sondern darum, wo man selbst gerade im Leben steht und was man wirklich für die eigene Zukunft will. Daraus resultierend, können Lösungen gefunden werden, die man dann mit dem Partner zusammen erörtern kann und durch ein positiv verändertes Verhalten in die Beziehung einfließen lässt. Meist weicht eine neue innere Haltung, dem Partner gegenüber, die Mauer zwischen beiden auf, sodass Gespräche wieder möglich werden. Ich habe es sehr oft erlebt, dass im Verlauf eines Coaching eines Partners, der oder die Andere später doch hinzukam und man gemeinsam weitermachen konnte. Wie ist die aktuelle Situation entstanden? Manche Menschen, die frustriert und unzufrieden mit ihrem Partner sind, haben die Neigung, lediglich beim Partner zu schauen, was er oder sie falsch macht. Dann wird verurteilt, angeklagt und sich beschwert. Das alles führt dazu, dass die eigene Energie, aber auch die des Partners, geschwächt wird und man sich immer mehr in eine Opferposition begibt. Der Partner muss zwangsläufig auf diese Veränderung reagieren, weil zwei Menschen miteinander immer eine Eigendynamik haben, sobald sie emotional verbunden sind. Bei dem Partner, der sich als Opfer sieht, drehen sich die Gedanken meist einseitig um Angriffe, Herabwürdigungen oder andere, das eigene So-Sein beschädigende Aussagen, die der Andere vornimmt. Der andere Partner wird so innerlich in die Rolle des Täters geschoben, selbst wenn er von außen betrachtet ebenso ein Opfer sein könnte, wie man selbst. Dies zu differenzieren, ist ein sehr wichtiger Teil der inneren Arbeit, um sich neu ausrichten zu können und die Situation zwischen zwei Menschen zu befrieden.


Hier möchte ich kurz erwähnen, dass wir immer nur das sehen/hören, was wir auch sehen/hören wollen. Deshalb ist es einem Menschen, der sich emotional angegriffen, missverstanden, nicht gesehen und nicht gehört, fühlt, meist unmöglich, den anderen zu verstehen. Es ist sehr wichtig, zuerst immer die eigene unterbewusste Sicht auf die Dinge zu klären und dabei auch direkt aus der größtenteils vorhandenen, emotionalen Abwärtsspirale auszusteigen, bevor man versucht, die Kommunikation zu verbessern. Denn die Kommunikation ist eine Folge der inneren Haltung, dem Partner und sich selbst gegenüber. Sie ist sozusagen ein Symptom für die defizitäre Beziehung. Sie ist aber nicht die Ursache des Defizits, das die Beziehung aufweist. Versucht man also krampfhaft die Kommunikation zu verbessern, ohne sich seiner inneren Einstellungen und Überzeugungen bewusst zu werden, ist das wie ein Kampf gegen Windmühlen. Es kostet sehr viel Energie und führt meist nicht zum gewünschten Ergebnis.


Das Unterbewusstsein macht 95% des Gesamtbewusstseins aus! Es gewinnt immer!


Die Kommunikation läuft automatisch so ab, wie man es gewohnt ist. Das Gehirn reagiert auf Situationen immer innerhalb von Millisekunden. Deshalb ist es so schwierig, ist man erstmal emotional geworden, rational zu denken. Wir schalten dann in einen Teil unseres Gehirns um, der für unser Überleben zuständig ist und der uns automatisch reagieren lässt. Jedoch reagieren wir in der Regel nur auf die inneren Bilder und Erfahrungen der Vergangenheit, obwohl die aktuelle Situation nur so ähnlich ist oder sogar ganz anders sein kann. Für das Unterbewusstsein reichen aber nur wenige Parameter, die so ähnlich sind wie eine frühere, reale Bedrohung und schon geht man in die Abwehrhaltung. Dann greift einer der drei Überlebensmodi: Kampf - Flucht - oder - Erstarren. In Beziehungen, wo einer der Stärkere ist und wirkliche Unterdrückung stattfindet, kann es sich sogar um eine Form des Stockholm Syndroms handeln. Hier bleibt das Opfer meist in der schädlichen Situation, weil es gelernt hat, seinen Peiniger zu "lieben", um zu überleben. Letzteres ist aber nicht die Regel. Wenn einer der Partner sich schnell angegriffen fühlt, weil er oder sie in der Kindheit wiederholt in Situationen war, in denen er oder sie sich rechtfertigen oder verteidigen musste, kann das zu einer Überreaktion führen. Meist leidet der andere Partner darunter und kann sich nicht erklären, warum ganz normale Diskussionen immer schnell eskalieren. Dieses Phänomen ist im Übrigen sehr stark verbreitet und kann durch innere Arbeit leicht befriedet werden, sofern keine wirkliche Bedrohung im außen vorhanden ist.


Will man eine gute Kommunikation, sitzt aber innerliche auf einem Pulverfass, kann es niemals gelingen, ruhig und sachlich zu argumentieren.


Damit will ich keineswegs negieren, dass es genug Situationen gibt, wie zum Beispiel bei häuslicher Gewalt oder anderweitig toxischen Verflechtungen, wo man nicht mehr sicher in der Beziehung ist und es indiskutabel wäre, die Beziehung aufrechtzuerhalten. Dann geht es auch nicht mehr um eine bessere innere Haltung oder eine gelungenere Kommunikation. In solchen Fällen geht es erstmal um den Schutz des Betroffenen. Dann ist eine räumliche Trennung meist der erste Schritt und die innere Arbeit die Hilfe zur Selbsthilfe, um die emotionale Situation besser verarbeiten zu können und nicht zum gewalttätigen Partner zurückzugehen. Im Regelfall, wenn keine außergewöhnliche Situation vorliegt, ist es oft so, dass bestimmte Verhaltensweisen einen oder beide Partner regelmäßig in Zweifel bringen, ob die Beziehung noch lange halten wird. Hier kann die innere Arbeit dabei helfen, erstmal die eigene emotionale Ebene zu klären und aus einer beruhigten Sicht auf die Beziehung nochmal zu schauen, was man selbst tun kann, um sie zu verbessern. Auch kann man durch die innere Arbeit die Kommunikation viel leichter verbessern, da sämtliche alten Trigger verarbeitet wurden und die Reaktion nicht mehr automatisch erfolgt, wie es sonst der Fall war. Dann kann man sich erstmal sammeln und aus einer positiveren Sicht auf den Partner eine neue Reaktionsstrategie erarbeiten. Da nach der inneren Arbeit kaum noch alte, angestaute Emotionen mehr vorhanden sind, kann man sich selbst als viel zugewandter erleben, auch wenn es mal zu einer Meinungsverschiedenheit kommt.


Liebe bedeutet nicht, den Anderen so zu verändern, wie man ihn haben will, sondern ihn so zu akzeptieren, wie er ist, ohne dafür Vorwürfe zu machen, dass er oder sie anders ist als man selbst.


Wie veränderst du die Situation aktiv?


Zunächst kannst du dir bewusst machen, dass du einzigartig bist und somit dein Partner auch. Es gibt also kein völlig gleiches Paar. Jedoch gibt es eine gewisse Schnittmenge. Das heißt, je mehr Schnittmenge an gemeinsamen Interessen, ähnlichen Ansichten und Lebensentwürfen sowie ähnlichen Bedürfnissen vorhanden ist, desto besser. Dann gelingt das Zusammenleben meist leichter und man unterstützt sich auch ohne viele Worte.


"Gleich und gleich gesellt sich gern", ist definitiv dem: "Gegensätze ziehen sich an", vorzuziehen.


In der Verliebtheit kann es sehr spannend sein, sich auf jemanden einzulassen, der ganz anders ist als man selbst. Aber endet das chemische Orchester nach ein bis drei Jahren, enden diese Beziehungen meist auch, weil die Partner einfach zu wenig gemeinsam haben. Denn wenn eine Beziehung lange halten soll, braucht es entsprechend einen hohen Grad an Gemeinsamkeit. Diese kann man auch selbst aktiv erhöhen, indem man ernsthaftes Interesse am Leben des anderen zeigt, gemeinsame Aktivitäten initiiert und die Sprache der Liebe des anderen lernt. Tut man dies nicht, verringert sich die Schnittmenge meist über die Jahre und das Paar begründet dann die Trennung meist damit, man habe sich auseinander gelebt. Doch was tun, wenn nach vielen Jahren Ehe bemerkt wird, dass der Partner zwar noch der ist, den man geheiratet hat, man aber mittlerweile andere Ideen hat, wie das Leben in einer Partnerschaft sein soll?


Dann heisst es vor allem: Prüfe deine Ideen!


Damit meine ich nicht, dass du mit anderen ausgehen sollst, um zu prüfen, wer sonst noch gut passt, sondern innerlich in die Prüfung zu gehen, ob das, was du dir vorstellst, nur eine schöne Fantasie ist, oder auch dem Alltagstest standhalten würde. Das kann man sehr gut mit innerer Arbeit testen, ohne dabei jemanden zu verletzen oder Dinge zu tun, die irgendwann zum Ende der Ehe oder Beziehung führen könnten. Vielmehr kann man sich direkt mit den Ideen auseinandersetzen und schauen, was davon mit dem vorhandenen Partner möglich sein könnte. Dabei habe ich schon oft erlebt, dass zuerst gesagt wird: "Nein, mein Partner würde das nie mitmachen." Doch ganz ehrlich, viele Partner wollen doch, dass man glücklich ist und wären bereit, Dinge auszuprobieren. Dabei kommt es oft auf die Art und Weise an, wie man es seinem Liebsten sagt. Meist hapert es an der eigenen Angst, das anzusprechen und den Anderen damit zu verletzen. Auch hier kann die innere Arbeit helfen, sich auf ein wichtiges Gespräch vorzubereiten und die Emotionen schon vorher zu reduzieren, damit man ruhig und zugewandt bleibt, auch wenn der andere es nicht kann.


Wie nutzt du innere Arbeit?


Innere Arbeit kann zum Beispiel durch Meditation, das Hören von themenbezogenen Podcasts und das Lesen von Ratgebern zumindest initiiert werden. Jedoch geht die Arbeit meist erst richtig los, wenn du dich bereit erklärst, deine Emotionen zuzulassen und dich mit den wahren Ursachen dafür auseinanderzusetzen. Dafür nutze ich Tiefenhypnose als Initialzündung in der Verbindung mit anschließendem integrierenden Coaching. Diese Kombination hat sich als sehr hilfreich herausgestellt, um vor allem in sehr kurzer Zeit, tiefe Transformationen alter emotionaler Wunden hervorzurufen sowie die Türen wieder aufzumachen, die Gespräche und Lösungsfindung mit dem Partner erst ermöglichen.

Paar kuschelt, Nähe zulassen, Liebe, zusammen träumen, Neuanfang, liebevolles Paar
Emotionale Klärung hilft, Nähe wieder zuzulassen

Fazit

Um deine Ehe oder Beziehung zu retten, braucht es vor allem deine Entscheidung, den Partner weiterhin lieben zu wollen. Du hast es selbst in der Hand, etwas dafür zu tun, dass es mit deinem Partner oder deiner Partnerin, bald wieder besser läuft. Die innere Arbeit unterstützt dich dabei, die mindestens 50 %, die du ändern kannst, auch zu ändern:

DICH SELBST.

Mit innerer Arbeit hast du ein Tool in der Hand, was dir wieder Hoffnung, Sicherheit und die Möglichkeit gibt, dass es doch noch einen Weg für euch als Paar geben kann.


Ich bin sicher, die meisten Partner sind bereit, sich ebenso auf den anderen zuzubewegen, sobald dieser eine positive Veränderung zeigt. So können selbst sehr verhärtete Fronten aufgeweicht und der Liebe eine Chance gegeben werden.


Solltest du auf deinem Weg professionelle Unterstützung mit innerer Arbeit nutzen wollen, kannst du dir jetzt einen Termin für ein Erstgespräch bei mir buchen.




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